Bei einer Bruststraffung wird nicht ausschließlich die überschüssige Haut entfernt, die durch Erschlaffung entstanden ist, also Haut die „zu viel“ da ist und keine Stützfunktion mehr übernimmt. Der entscheidende Bestandteil des Eingriffs ist vielmehr die gezielte Umstrukturierung und Formung des Brustgewebes. Erst das Zusammenspiel aus Hautreduktion und innerer Neuformung der Brust ermöglicht ein langfristig stabiles und ästhetisch überzeugendes Ergebnis.
Je nach individueller Ausgangssituation kann ergänzend auch eine Anpassung der Brustwarzenposition oder des Brustvolumens erforderlich sein, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen.
Bei allen Techniken wird ein Teil der Haut direkt um die Areola herum entfernt. Das ermöglicht gleichzeitig die Neupositionierung der Brustwarze nach oben.
Bei der vertikalen Technik und dem Ankerschnitt wird ein senkrechter Hautstreifen zwischen Warzenhof und Unterbrustfalte entfernt. Das gibt der Brust ihre neue Projektion nach vorne.
Beim Ankerschnitt kommt noch ein horizontaler Streifen in der Unterbrustfalte dazu, um den unteren Pol der Brust zu straffen.
Was nicht entfernt wird: Das Drüsengewebe selbst bleibt in der Regel erhalten, es wird nur neu positioniert und mit internen Nähten fixiert. Das ist der entscheidende Unterschied zur Brustverkleinerung, wo auch Drüsengewebe entnommen wird.
Die Schnittführung, also wie viel Haut wo entfernt wird, hängt direkt vom Grad der Erschlaffung ab. Bei milder Ptose reicht oft der periareoläre Schnitt. Bei stärkerer Absenkung braucht es den Ankerschnitt mit mehr Hautentnahme.
Die Bruststraffung (medizinisch: Mastopexie) ist ein chirurgischer Eingriff der plastisch-ästhetischen Chirurgie.Dabei werden überschüssige Haut entfernt, Drüsengewebe und Fettgewebe neu modelliert und die Brustwarze angehoben.
Typische Ursachen für eine Brustptose oder Erschlaffung sind:
Wichtig ist: Nicht jede erschlaffte Brust hat zu wenig Volumen. Häufig ist ausreichend Brustvolumen vorhanden, nur an der falschen Stelle.
Das Ziel ist eine stimmige Brustform, bei der Haut, Gewebe und die Position der Brustwarze wieder im Gleichgewicht sind.
Der Grad der Brustptose bestimmt die Schnittführung und damit die gesamte OP-Planung.
Ein zentrales Kriterium ist die Lage der Brustwarze im Verhältnis zur Unterbrustfalte. Je stärker die Absenkung und je größer der Hautüberschuss, desto umfangreicher muss die Technik gewählt werden.
Zusätzlich spielen eine Rolle:
Bei milden Befunden können konservative Maßnahmen unterstützend wirken. Sie ersetzen jedoch keine operative Straffung, da weder überschüssige Haut entfernt noch die Brustwarze repositioniert wird.
Wenn zusätzlich Volumen fehlt, kann eine Kombination sinnvoll sein:
Ich bespreche mit meinen Patientinnen immer sehr klar, was realistisch erreichbar ist, denn ein Implantat verändert die Projektion, während Eigenfett subtiler wirkt.
In etwa 60% der Fälle kombiniere ich die Bruststraffung mit einer Vergrößerung. Bei über 80 % meiner Patientinnen nehme ich zusätzlich einen Ausgleich von Asymmetrien vor. In den meisten Fällen besteht die Kombination aus leicht unterschiedlich großen Brüsten und dadurch auch unterschiedlich hohen Brustwarzen. Der Ausgleich von Asymmetrien ist ein wesentlicher Bestandteil aller Bruststraffungen, zumal diese fast bei jeder Frau natürlich vorkommen.
Das Beratungsgespräch ist der wichtigste Schritt. Hier entsteht nicht nur ein Plan, sondern ein gemeinsames Verständnis.
Ein erfahrener Facharzt erhebt eine ausführliche Anamnese:
Diese Faktoren beeinflussen direkt:
Bei der Untersuchung erfolgen Vermessung, Analyse von Brustform, Asymmetrie, Hautüberschuss und Gewebequalität.
Ich nehme mir hier bewusst Zeit, denn eine präzise Planung ist die Grundlage für ein natürliches Ergebnis.
Die durchschnittliche Beratungsdauer beträgt etwa 40 Minuten. Es ist mir ein großes Anliegen, im Erstgespräch bereits alle offenen Fragen zu beantworten, die individuellen Wünsche zu berücksichtigen und darauf aufbauend einen angepassten Behandlungsplan zu erstellen.
Zur Vorbereitung gehören außerdem:
Die Kosten hängen ab von:
In den meisten Fällen handelt es sich um eine Selbstzahlerleistung. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erfolgt nur bei klarer medizinischer Indikation.
Ein transparenter Kostenvoranschlag ist dabei essenziell.
Eine Bruststraffung ist mehr als ein rein ästhetischer Eingriff. Sie verbindet präzise chirurgische Technik mit einem tiefen Verständnis für Proportion, Gewebe und individuelle Wünsche.
Mir ist wichtig, dass jede Patientin versteht:
Ein schönes Ergebnis entsteht nicht durch Standardlösungen, sondern durch eine sorgfältige, individuelle Planung.
Dr. Sara Abayev ist Fachärztin für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie mit über 15 Jahren medizinischer Erfahrung, umfassender klinischer und wissenschaftlicher Expertise sowie einem klaren Fokus auf natürliche, evidenzbasierte Ergebnisse.